Ein Ziel des Rotary Clubs
Baden-Baden-Merkur ist die Bereitstellung von Geldmitteln für Hilfsbedürftige.
Der Club spendet seit seiner Gründung namhafte Geldbeträge. Im Nachhinein
fanden die Clubmitglieder einige dieser Spenden der letzten zehn Jahre, sei es
für Hochwasseropfer an Oder und Elbe, sei es für Opfer des Tsunami von 2004, um nur einige zu nennen, zu wenig „nachhaltig.“ In einigen Fällen blieb
die erwartete Rückmeldung über den konkreten Einsatz der Gelder aus, in anderen glaubte man, dass die Gelder hätten besser eingesetzt
werden können. Die Clubstrategie wurde daraufhin neu formuliert.
Ein erstes Ergebnis war, dass
bei Katastrophen, wie einem Seebeben, jedes Mitglied selbst entscheidet, ob und
in welchem Umfang es eine Spende leistet. Der Club kann in der überwiegenden
Zahl dieser Situationen keinen Mehrwert gegenüber etablierten Hilfsorganisationen
bieten, und dann sollten Spenden auch direkt dorthin geleistet werden.
Eine Ausnahme waren und bleiben die Spenden eines jeden Clubmitglieds, die ganz überwiegend zur Ausrottung der Kinderlähmung (Polio) in den letzten von dieser Krankheit geplagten Regionen eingesetzt wird. Mehr dazu hier.
Neben dieser Spende leisten
alle Clubmitglieder zusammen seit Jahren jährlich einen fünfstelligen Euro-Betrag
an ihren Förderverein in Baden-Baden, der diese Gelder verwaltet und ihre
satzungsgemäße Verwendung überwacht.
Ein zweiter Schluss,
gewonnen in mehreren Clubversammlungen und sog. Kaminabenden, war, diese Förderverein-Spenden
zu 70% für lokale Projekte, d.h. solche in der Stadt Baden-Baden und im
Landkreis Rastatt, einzusetzen. Die so geförderten Projekte sollen den
Mitgliedern sichtbar und „anfassbar“ sein und sie so zu neuen Spenden
motivieren. 20% sollen in ein internationales Projekt eingesetzt werden, 10%
stehen für kleinere oder kürzer laufende Projekte zur Verfügung.
Ein dritter Beschluss war die
Festlegung auf mindestens ein mehrjähriges
lokales Projekt, das durchaus mehr das die Hälfte des jährlichen Budgets in
Anspruch nehmen könnte. In der Vergangenheit waren dagegen manchmal viele -
sehr förderungswürdige - Projekte „ad hoc“ und nur ein einziges Mal mit einem
kleinen Betrag bezuschusst worden.
Auch international könnte
unter bestimmten Randbedingungen ein Projekt über mehrere Jahre gefördert werden.
Bisher hat der Club in den vergangenen zehn Jahren alle zwei Jahre jeweils ein
größeres Projekt mit Empfängern in der Ukraine durchgeführt (im Jahre 2000 maßgeblich ein Distriktprojekt
dorthin unterstützt).
Viertens richtete der Club
sich strategisch auf die Förderung junger Menschen aus, Kinder, Schüler,
Jugendliche, Studierende und junge Berufstätige. Bevorzugt wird zum einen die berufsorientierte Förderung fachlicher und sozialer Kompetenzen, und hier arbeiten Gemeindienst und Berufsdienst Hand in Hand. Zum anderen werden musisch Begabte unterstützt. Dies schließt
selbstverständlich im Einzelfall eine Mitwirkung an Projekten für andere
Zielgruppen nicht aus.
Auch wenn die beschriebenen
Finanzleistungen sich sehen lassen können, will der Rotary Club
Baden-Baden Merkur kein Spendensammelverein sein, sondern auch eigene
Leistungen erbringen. Diese durch Diskussionen gewonnene Haltung stimmt mit der
Position der Mehrheit der deutschen Rotary Clubs überein. Die multinationale
Vielfalt von Rotary erlaubt und toleriert es, wenn dies in anderen Ländern,
z.B. in den USA, zumindest in der Vergangenheit, anders gesehen wird.
Eigene Leistungen erbringt
der Club durch die Arbeit von Clubmitgliedern und deren Angehörigen und
Freunden, Rotary nennt diese Leistungen „hands-on.“ So haben Clubmitglieder
z.B. Kinderspielplätze angelegt, große Sendungen von Büchern und Personal
Computern versandfertig gemacht und Dienstleistungen Dritter organisiert und
deren Umsetzung gesteuert. Die Clubmitglieder sind hier in manchen Jahren,
abhängig von den gerade anstehenden Projekten, hunderte von Stunden im Einsatz
– zusätzlich zu den regelmäßigen Treffen.
Warum ist dies für den
Rotary Club Baden-Baden Merkur so wichtig zu betonen? Weil eigene Leistungen zu erbringen zwei
höchst erwünschte „Nebenwirkungen“ hat: es fördert das Kennenlernen und die Freundschaft der Mitglieder
untereinander und die Identifikation mit dem Projekt.
Wie der Rotary Club
Baden-Baden Merkur die Freundschaft pflegt, wird im Menü „Clubleben“ sichtbar.Dort finden Mitglieder nach Einloggen auch eine wachsende Zahl an Bildern zum Erinnern...
Nach Einloggen können Sie die dem Distrikt 1930 in den letzten rotarischen Jahren gemeldeten Gemeindienstleistungen aus allen Projekten nachlesen.
Mittwoch, 12. August 2009/web299
Letzte Änderung: 13.08.09/web299