|
Christoph
Neubrand gab im Meeting vom 16. August 2011 einen Überblick über das
Spendenaufkommen und seine Verwendung. 
Mit den mehr als 11.000 € konnte in 35 Einzelsituationen geholfen
werden. Dabei haben ca. 100 Personen von der Präsidentenspende profitiert. Die
Hilfssummen lagen pro Situation zwischen 150 € und 1.000 €. Die Hilfe erreichte
Menschen im gesamten Clubgebiet. Regionale Schwerpunkte waren das Tal der
Lauchert und die Gemeinden um Sigmaringen. Hilfe ging aber auch in den Bereich
Pfullendorf - Meßkirch - Bad Saulgau.
Vereinbarungsgemäß stand die Kernstadt Sigmaringen weniger stark im Fokus, da
der RC Sigmaringen den Fidelisfonds der Seelsorgeeinheit Sigmaringen und die
Diakonische Einzelfallhilfe Sigmaringen in den vergangenen Jahren bereits beträchtlich
unterstützt hat.
Ein gutes Viertel der Hilfeempfänger waren Senioren; den größten Anteil
bildeten Alleinerziehende. Die Hilfeempfänger wurden weder nach Konfession noch
nach Herkunft ausgewählt.
Die finanzielle Unterstützung war nie Folge eines einmaligen Gesprächstermins,
sondern immer eingebettet in einen Beratungsprozess. Dabei ging es darum, dass
zum einen die Einnahmen und Ausgaben analysiert und zum anderen staatliche und
sozialversicherungsrechtlich zustehende Mittel beantragt wurden. Hilfe aus der
Präsidentenspende wurde dort geleistet, wo es dadurch möglich wurde, dass
Menschen zukünftig den Weg wieder alleine gehen können, sofern nichts
Unvorhergesehenes passiert.
Hilfebedürftige Personen waren zum Beispiel das Rentnerehepaar,
das über eine bescheidene Rente verfügt, die gerade eben so reicht. Nun ist aber
ein orthopädischer Spezialschuh notwendig, der weder über die Krankenkasse noch
über die öffentliche Hand vollständig bezahlt wird. Hier konnte die
Präsidentenspende helfen.
Ein anderes Beispiel verdeutlicht, dass es fast immer um Hilfen in
komplexen Situationen geht. Eine arbeitende alleinerziehende Mutter hat bei
ihrer Trennung Möbel etc. zurücklassen müssen. Sie nimmt in der Verwandtschaft
ein Darlehen auf, da sie bei der Bank keines bekommt, um sich wieder
einzurichten. Nun kommt die Mietnebenkostenabrechnung, das Auto, das für die
Arbeit dringend benötigt wird, muss in Reparatur und den Kindern täte es gut,
in den Sommerferien eine Ferienfreizeit zu besuchen. Hier konnte in 2010 mit
einer einmaligen Zahlung geholfen werden. Durch die Hilfe der Präsidentenspende
stellte sich die Situation in 2011 so dar, dass zusammen mit Mitteln der
katholischen Kirche und des Landes Baden-Württemberg den Kindern wieder ein
Ferienlager ermöglicht werden konnte.
Dies sind Beispiele, die beliebig ergänzt werden können. Die
Auszahlung der Hilfe aus der Präsidentenspende über den Caritasverband im
Landkreis Sigmaringen e.V. machte es möglich, dass zum einen Hilfe nur dort
gewährt wurde, wo sich jemand beraten ließ. Zum anderen musste der RC
Sigmaringen die Mittelvergabe nicht selbst prüfen und für die Hilfeempfänger war
gleichzeitig ein Schutzraum gegeben.
Bericht: Christoph Neubrand Redaktion: Markus Lehmann |