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Erfolgreiche Bilanz des Sigmaringer Präsidentenprojekts 2010/2011
Finanzielle Hilfe für 100 bedürftige Personen im Landkreis Sigmaringen

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Nachrichtenbild Das Präsidentenprojekt des RC Sigmaringen im zurückliegenden rotarischen Jahr 2010/2011 hatte das Ziel, in der Region Menschen in materiellen Notlagen zu unterstützen. Die Spenden der Clubmitglieder wurden von Christoph Neubrand, Dekan des Dekanats Sigmaringen-Meßkirch und rotarischer Freund im Sigmaringer Club, über den Caritasverband im Landkreis Sigmaringen e.V. als Einzelfallhilfe an bedürftige Personen gegeben. Past Präsident Wolfgang Bauschatz hob bei der Ämterübergabe (28. Juni 2011) die große Spendenbereitschaft der Mitglieder für das Präsidentenprojekt hervor.

Christoph Neubrand gab im Meeting vom 16. August 2011 einen Überblick über das Spendenaufkommen und seine Verwendung.


Mit den mehr als 11.000 € konnte in 35 Einzelsituationen geholfen werden. Dabei haben ca. 100 Personen von der Präsidentenspende profitiert. Die Hilfssummen lagen pro Situation zwischen 150 € und 1.000 €. Die Hilfe erreichte Menschen im gesamten Clubgebiet. Regionale Schwerpunkte waren das Tal der Lauchert und die Gemeinden um Sigmaringen. Hilfe ging aber auch in den Bereich Pfullendorf - Meßkirch - Bad Saulgau.


Vereinbarungsgemäß stand die Kernstadt Sigmaringen weniger stark im Fokus, da der RC Sigmaringen den Fidelisfonds der Seelsorgeeinheit Sigmaringen und die Diakonische Einzelfallhilfe Sigmaringen in den vergangenen Jahren bereits beträchtlich unterstützt hat.

Ein gutes Viertel der Hilfeempfänger waren Senioren; den größten Anteil bildeten Alleinerziehende. Die Hilfeempfänger wurden weder nach Konfession noch nach Herkunft ausgewählt.

Die finanzielle Unterstützung war nie Folge eines einmaligen Gesprächstermins, sondern immer eingebettet in einen Beratungsprozess. Dabei ging es darum, dass zum einen die Einnahmen und Ausgaben analysiert und zum anderen staatliche und sozialversicherungsrechtlich zustehende Mittel beantragt wurden. Hilfe aus der Präsidentenspende wurde dort geleistet, wo es dadurch möglich wurde, dass Menschen zukünftig den Weg wieder alleine gehen können, sofern nichts Unvorhergesehenes passiert.

Hilfebedürftige Personen waren zum Beispiel das Rentnerehepaar, das über eine bescheidene Rente verfügt, die gerade eben so reicht. Nun ist aber ein orthopädischer Spezialschuh notwendig, der weder über die Krankenkasse noch über die öffentliche Hand vollständig bezahlt wird. Hier konnte die Präsidentenspende helfen.

Ein anderes Beispiel verdeutlicht, dass es fast immer um Hilfen in komplexen Situationen geht. Eine arbeitende alleinerziehende Mutter hat bei ihrer Trennung Möbel etc. zurücklassen müssen. Sie nimmt in der Verwandtschaft ein Darlehen auf, da sie bei der Bank keines bekommt, um sich wieder einzurichten. Nun kommt die Mietnebenkostenabrechnung, das Auto, das für die Arbeit dringend benötigt wird, muss in Reparatur und den Kindern täte es gut, in den Sommerferien eine Ferienfreizeit zu besuchen. Hier konnte in 2010 mit einer einmaligen Zahlung geholfen werden. Durch die Hilfe der Präsidentenspende stellte sich die Situation in 2011 so dar, dass zusammen mit Mitteln der katholischen Kirche und des Landes Baden-Württemberg den Kindern wieder ein Ferienlager ermöglicht werden konnte.

Dies sind Beispiele, die beliebig ergänzt werden können. Die Auszahlung der Hilfe aus der Präsidentenspende über den Caritasverband im Landkreis Sigmaringen e.V. machte es möglich, dass zum einen Hilfe nur dort gewährt wurde, wo sich jemand beraten ließ. Zum anderen musste der RC Sigmaringen die Mittelvergabe nicht selbst prüfen und für die Hilfeempfänger war gleichzeitig ein Schutzraum gegeben.

Bericht: Christoph Neubrand

Redaktion: Markus Lehmann

Montag, 29. August 2011/web99
Letzte Änderung: 29.08.11/web99


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