- Unser Distrikt 1930 hat beschlossen aus der Fülle der möglichen
Stipendien, die Rotary vergeben kann, (einjährige Stipendien,
mehrjährige Stipendien, Kulturstipendien, Berufliche Stipendien)
ausschließlich die einjährigen Stipendien zu vergeben.
- Es handelt sich um Stipendien, die mit einer Höchstsumme von
ca. US $ 23.000 ausgestattet sind (dies ändert sich jedes Jahr ein
wenig).
- In aller Regel werden Studien an Universitäten und ähnlichen
Einrichtungen vergeben. Das Wunschland sollte nicht unbedingt nur die
USA sein. Es müssen fünf Hochschulen genannt werden.
- Vorab findet ein Vorauswahlverfahren statt, so dass nur die
dort ausgewählten Kandidaten den 18-seitigenm offiziellen Bogen
auszufüllen brauchen.
- Für angelsächsische Länder ist in der Regel auch der
TOEFL-Test Voraussetzung (der aber noch im Laufe des
Bewerbungsverfahrens erworben und dann nachgereicht werden kann).
Auswahl
Der Jugenddienstbeauftragte oder andere Freunde des jeweiligen
Rotaryclubs („Paten“) gehen auf junge Menschen zu, die folgende
Kriterien möglicherweise erfüllen können
- Eltern und Schwiegereltern sind nicht Rotarier
- Können als junge Menschen die Gedanken von Rotary im Ausland vertreten
- Zeigen überdurchschnittliche schulische Leistungen
- Scheinen besonders förderungswürdig zu sein
- Studieren an einer Hochschule (ab dem 2. Studienjahr, nicht für Promotionen oder andere Zusatzstudien z. B. MBA)
- Sollten deutsche Staatsbürger sein.
Aufgaben und Pflichten
Mit Antritt des Stipendiums wird erwartet, dass der Stipendiat sich
nicht nur in das rotarische Leben seines Hochschulortes einfügt,
sondern auch engen Kontakt zu dem ihn entsendenden Club hält. Nach
Ablauf des Stipendienjahres steht der Stipendiat seinem Club eine
gewisse Zeit für Vorträge etc. zur Verfügung. Gleichzeitig wird ihm
nahegelegt, sich der RFAD anzuschließen (siehe hierzu: „Aufgaben und Pflichten des Stipendiaten“).
Damit wird einerseits sichergestellt, dass der ehemalige Stipendiat
sein Wissen und seine Erfahrung jüngeren Nachfolgern weitergeben kann
und andererseits der Kontakt zu Rotary und seinen Clubs nicht verloren
geht.
Zunehmend kommen auch Bewerbungen von außen auf die einzelne
Rotaryclubs zu, weil es entsprechende Internetseiten gibt, die auf die
Rotary-Stipendien hinweisen. Hier müsste dann in allen Fällen eine
Vorprüfung auf die genannten Kriterien erfolgen.
Auswahlverfahren
Die Jugenddienstbeauftragen der Clubs aus unserm Distrikt erhalten
vom Distriktbeauftragten für Stipendien die Bewerbungsunterlagen für
das Vorauswahlverfahren zugesandt, das vor der Rücksendung vom Präsidenten, dem Jugenddienstbeauftragten und dem Paten unterschrieben sein muss. Zu
Beginn des Jahres findet ein Auswahlverfahren zusammen mit dem Governor
und anderen wichtigen Persönlichkeiten des Distrikts statt. Die
Ausgewählten (ca. drei bis 5 Kandidaten) erhalten die offiziellen
Be-werbungsunterlagen, die vom Distriktbeauftragten bis Juli gesammelt
und dann nach Evanston gemeldet werden Von dort erhalten die
Kandidatinnen und Kandidaten dann die endgültige Zusage (immer für das
folgende Studien akademische Jahr). Während der Ausarbeitungs- und
Vorbereitungsphase stehen sowohl den Bewerbern als auch den
Clubverantwortlichen ehemalige, in der Rotary Foundation Alumni
Deutschland (RFAD) organisierte, RI-Stipendiaten helfend zur Seite.
Die Vergabe von Stipendien stellt eine hervorragende Möglichkeit
dar, Mittel von Rotary International in unserem engeren Umfeld nutzbar
zu machen. An jungen Menschen die für ein Stipendium geeignet und
bereit sind, unsere rotarischen Ideen zu vertreten fehlt es nicht. Mit
ein bisschen Mühe sind sie leicht zu finden. |