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Besuch beim Hospiz Konstanz e.V.
6.000 Euro für die Kinderhospiz-Arbeit



Mit dem Tod unseres Gründungsbeauftragten Walter Hermann haben wir einen wichtigen Mentor und Freund verloren. Anlässlich seiner Trauerfeier kam eine hohe Spendensumme zusammen, die die Witwe Irm Hermann zusammen mit dem von ihrem Mann betreuten Club einem Projekt zukommen lassen wollte, in dessen Mittelpunkt Kinder und Jugendliche stehen. Der Vorschlag, mit dem Betrag die Kinderhospizarbeit des Hospizvereins Konstanz zu unterstützen, wurde dankbar aufgenommen. Zusammen mit einer Spende des Clubs konnten dem Hospizverein am 24. Juli 6.000 Euro für die Kinderhospizarbeit übergeben werden.
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Da die Besichtigung des Hospiz verbunden mit dem Vortrag von Frau
Hinderer so eindrücklich war, berichten wir an dieser Stelle in Form
eines Auszuges aus dem Protokoll davon.
Zur Hospiz Bewegung Das Wort kommt von der Gastfreundschaft. Der Begriff findet sich auch in Hospitälern wieder. Hospiz ist kein Haus, sondern eine Haltung, ein Konzept. Zitat Frau Hinderer: "Wir gehen überall hin, wo gestorben wird".
Bedürfnisse des Kranken und seiner Angehörigen stehen im Mittelpunkt: körperlich, psychisch, sozial und spirituell. Der Hospizverein Konstanz steht nicht unter einer christlichen Trägerschaft.
Die moderne Hospiz-Bewegung ist jung. Das Hospiz Konstanz e.V. ist 15 Jahre alt. Dr. Everke und Dr. Wesschedel erlebten den Mangel der Sterbenden und ihrer Angehörigen in ihrer letzten Lebensphase und gingen mit 10 anderen Mitstreitern an die Arbeit. Heute hat der Hospiz Konstanz e.V. 7 hauptamtliche, 115 ehrenamtliche Mitarbeiter.
Das Hospiz fungiert als Anlauf-, Info und Beratungsstelle. Eine der Kernaufgaben ist der ambulante Hospizdienst: zu Hause, im Pflegeheim, im Klinikum und in seltenen Fällen in der Hospiz-Wohnung. Sehr viel funktioniert über ehrenamtliche Betreuung.
Kinderhospizarbeit im Landkreis gibt es seit drei Jahren. Der Unterschied zur Begleitung Erwachsene ist, dass die Kinderhospizarbeit oft über Jahre andauert.
Ein großes Gebiet ist das Angebote für Trauernde. Seit sieben Jahren ist das Haus jeden Donnerstag für Trauernde offen. Verschiedene andere Angebote wie Selbsthilfegruppen gibt es ebenfalls im Haus
Über allem stehen die Aufgaben Enttabuisierung, Öffentlichkeitsarbeit und politische Einwirkung.

Zur Finanzierung Die Finanzierung läuft über ein Jahresbudget in Höhe von 330.000 Euro, das sich auf den Unterhalt des Hauses, Personalkosten Haupt- und Ehrenamt und Sachkosten aufteilt. Ca. 100.000 Euro kommen aus öffentlichen Geldern, der Rest kommt von "privat" (Mitglieder, Spenden, Sponsoren, Veranstaltungen und sonstiges).
Zur Kinderhospizarbeit Die Kinderhospizarbeit hat drei Schwerpunkte: lebensbedrohliche oder -begrenzend erkrankte Kinder, Kinder sterbender Eltern, Kinder gestorbener Eltern für eine Zeit des Übergangs.
Kinder sterbender Eltern sollen ein Stück Normalität bekommen. Sie sollen zum Beispiel rücksichtslos sein dürfen. Denn Kinder nehmen oft extrem viel Rücksicht und versuchen, unheimlich viel zu schultern. Die Kinderhospizarbeit geht also viel weiter als die Begleitung sterbender Kinder.
Kinder gestorbener Eltern(teile) werden in der Regel gesunde Menschen. Narben bleiben immer zurück, aber sie können das durch ihre große Regenerationsfähigkeit überstehen.
Vielen Dank an Petra Hinderer für den informativen und bewegenden Einblick in die Arbeit des Vereins.
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Freitag, 25. Juli 2008/web419
Letzte Änderung: 13.09.08/web419
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