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Kunst-, Kultur- und Genusswochende am 20./21.11.10
Ausflug nach Künzelsau und Schwäbisch Hall

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Nachrichtenbild „Ich versuche, jeden Tag zu lernen und halte die Augen offen" - Dieses Zitat des Unternehmers und Kunstmäzens Reinhold Würth umschreibt sehr treffend unser Wochenende.
Zwei Jubiläen bei Würth!  Zunächst erlebten wir die Ausstellung „75/65“ in Künzelsau. 75 steht für den 75. Geburtstag von Reinhold Würth. 65 für den 65. Gründungstag der Firma Würth.
 
Reinhold Würth hat sich seit den 60er Jahren als Kunstsammler engagiert – es ist mehr als ein Zufall, dass das erste von ihm gekaufte Kunstwerk Emil Noldes Aquarell „Wolkenspiegelung in der Marsch“ ist, das aus dem Jahr 1935 datiert – dem Geburtsjahr von Herrn Würth.

Es folgten über 20.000 Bilder, Skulpturen und Kunstwerke. In der von uns besuchten Ausstellung wurde das „Highlight“ eines jeden Jahres seit 1935 präsentiert – 65 außerordentliche Kunstobjekte.

Die Kunsthistorikerin Ursula Angelmaier führte uns durch die Ausstellung. Hochkompetent, engagiert, einfühlsam und sehr persönlich präsentierte sie uns einzelne Highlights der Ausstellung. Auf mich persönlich hat Jörg Immendorfs „Langer Marsch auf Adler“ den tiefsten Eindruck hinterlassen. Auf einer riesigen Fläche von 435 x 200 cm präsentiert er seine Sicht der deutschen Einheit – ich muss gestehen: ohne die Erklärungen von Frau Angelmaier hätte sich mir dieses Werk nicht erschlossen. Und nur im Original erkennt man die Vehemenz dieses Bildes.


Nach solch intensiven kulturellen Eindrücken hatten wir uns das „Wald & Schlosshotel Friedrichsruhe“ redlich verdient. Das Ambiente und der kulinarische Genuss – unter der Regie von Boris Benecke erlebten wir ein unvergessliches Menü – liessen keine Wünsche offen.

Am nächsten Tag besuchten wir die Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall. In der historischen Altstadt konnte Reinhold Würth ein „modernes“ Gebäude aus Glas und Stahl errichten – dass sich harmonisch einpasst. Wir alle hatten den Eindruck, dass die Realisierung solch eines Projektes  in Konstanz sehr wahrscheinlich scheitern würde.

Dort wurde uns die Ausstellung „Prints Paintings Cutouts“ von Alex Katz, einem zeitgenössigem Künstler aus New York, präsentiert. Wieder von Frau Angelmaier. Ohne ihre Erklärungen hätten sich mir die Besonderheiten nicht erschlossen: auf den ersten Blick reale Bilder, aber doch abstrakte Kunstwerke. Im Zeitgeist von Andy Warhol. Und wir waren uns alle einig: auch ein noch „lebendiger“ Mensch kann grosse Kunst schaffen.

Alle Teilnehmer dieses Wochenendes danken Axel  Storck für die perfekte Organisation dieses außergewönlichen Events.

Mittwoch, 24. November 2010/web320
Letzte Änderung: 24.11.10/web320


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