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Bildillustration

Seit 40 Jahren im Sozialdienst
Die Frauen der Singener Rotarier betreuen die Kleiderkammer

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Nachrichtenbild Seit 1971 - also bereits seit 40 Jahren - betreuen die Frauen der Singener Rotarier die Kleiderkammer des Rotary Singen (Hohentwiel).

Ein  Schwerpunkt - oder der  Schwerpunkt überhaupt -  der Gemeindiensttätigkeiten  des Rotary Club Singen ist  seit 1971 die Betreuung der Sozialschwachen in  Singen.

Im rotarischen Jahr 1971/1972 hat sich ein Team rotarischer Damen auf Initiative von Frau Helga Bilger aus kleinsten Anfängen heraus mit großem persönlichen Engagement und finanzieller Unterstützung des Clubs der Betreuung von Um- und Aussiedler und teilweise auch Asylbewerber gewidmet.

Heute sammeln und verteilen Liane Merkel und ihre acht Mitstreiterinnen in der Rotary-Kleiderkammer  Kleider an Bedürftige in Singen. Für viele kinderreiche Familien ist diese Einrichtung ein echter Segen.


Unsere Damen der Kleiderkammer (von links) Angelika Assfalg, Ulrike Becker,  Wilma Wiartalla,  Jutta  Ott,  Liane Wirth,  Liane  Merkel,  Beate  Probst,  Sabine  Pfeiffer,  Ruth  Ruf

Drei Wochen lang sammeln die neun Frauen des Singener Rotary-Clubs, dann kommen sie zum Sortieren, um am nächsten Tag die Sachen zu verteilen. Neunmal sind sie im Laufe ihrer 37-jährigen Geschichte mit umgezogen. Jetzt haben sie zum ersten Mal eine Bleibe, in der sie sich und ihre "Kundschaft" bewegen können. Dabei ist das Wort Kundschaft gar nicht der richtige Ausdruck, weil die Notleidenden die Kleider ja geschenkt bekommen.

Schaut man in das Ausgabebuch, so kann man nur erahnen, was sich an jedem ersten Dienstag im Monat in der Kleiderkammer abspielt. 70, 80, teilweise sogar 85 Personen kommen dann zwischen 14 und 17 Uhr, um sich die benötigten Kleidungsstücke auszusuchen, die Großmutter nicht mitgezählt, die hier Plüschtiere für ihre Enkelkinder holte, weil sie sich diese von ihrer Rente nicht leisten konnte.

Die Zahl der Asylbewerber, Um- und Aussiedler  ist zurück gegangen, seit der Kreis das Asylbewerberheim in Singen aufgegeben hat. Doch die Zahl der Bedürftigen ist trotzdem gestiegen. Seit einigen  Jahr schickt die Singener Tafel Bedürftige mit Berechtigungsschein zur Kleiderkammer. Darunter sind fünf- bis siebenköpfige Familien, zum Teil mit kleinen Kindern. Für sie haben die neun Frauen zum Beispiel im Jahr 2007 1400 Stunden in der Kleiderkammer gestanden.

Liane Merkel schildert den Ablauf:  "Jeden Monat werden Massen von Kleidern angeliefert. Nach jedem Ausgabetag sind die Regale wieder fast leer." Es ist eine Detailarbeit, derer die Frauen nicht müde werden, weil sie wissen, wie sehr die Kleiderspenden, Spielzeug und auch Geschirr den Armen von Singen helfen.

Kontakt zur Kleiderkammer: Liane Merkel, Tel.: 07731 22845 oder Ruth Ruf, Tel.: 07731 62275.

Öffnungszeiten der Kleiderkammer in der Franz-Siegl-Straße 5 in Singen:

Anlieferung: jeden 1. Montag im Monat von 14:00 bis 17:00 Uhr

Ausgabe:     jeden 1. Dienstag im Monat von 14:00 bis 17:00 Uhr


Mittwoch, 21. Februar 2007/web300
Letzte Änderung: 22.03.11/web300


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